Innenraum



1  Altarraum: Altar, Retabel, Leuchterengel, 
   Sakramentshaus, Chorfenster, Grablegung
2  Chorstufen: Triumphkreuz (Decke), Kanzel, Lesepult
3  Taufstein, Deckenfresken
4  Orgelempore: Orgel, Orgelrückpositiv, Holzempore
5  Nordtür: St. Georg
6  Südtür: Flucht nach Ägypten, Meditations- und Bibelleseecke
7  Turmraum: KIEZ, Café, Tafelbild
8  Sakristei

 

 

 

1  Altarraum

Über einer Mensa aus Sandstein und einer reich verzierten geschnitzten Predella steht der spätgotische Flügelaltar aus der Schule des „Meisters von Liesborn“ (um 1470). Die in der Advents- und Passionszeit sichtbaren Außentafeln zeigen links Johannes den Täufer mit Maria und dem Kind sowie rechts St. Georg mit dem Drachen. Die Innentafeln veranschaulichen Szenen aus dem Leben Jesu, in der Mitte Kreuzigung und Kreuzabnahme. Die Altarbibel von 1736 ist reich illustriert. Gerahmt wird der Altar von zwei Leuchterengeln. Auf der linken Seite steht an die Mauer gelehnt ein Sakramentshäuschen, wie die Engel vor 1500. Hinter dem Altar ist die Kopie von Caravaggios „Grablegung“ zu sehen, die zeitweise als Altarbild diente. Zwei der fünf Chorfenster zeigen die Taufe und Auferstehung Jesu. Sie stammen von 1951/52.

 

2  Chorstufen: Triumphkreuz und Kanzel

Im Triumphbogen oberhalb der Chorstufen hängt das gotische Triumphkreuz, ebenfalls aus der Zeit um 1470. Der Leib des Gekreuzigten führt eindrucksvoll Christi Leiden und Dulden vor Augen. Das Kreuz ist verziert unter anderem mit den Symbolen der vier Evangelisten: Engel, Löwe, Stier und Adler. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war es entliehen an das Dortmunder Museum für Kunst- und Kulturgeschichte. Die Kanzel befindet sich am rechten Rand der drei Chorstufen. Wie das Chorgestühl und die Kirchenbänke stammt sie von 1907/08 und ersetzt die Ausstattung von 1819/20. Ihr Deckel wurde Mitte des 20. Jahrhunderts entfernt. Das Lesepult gegenüber ist modern.

 

3  Taufstein und Decke

Der mächtige, ehemals farbig bemalte Taufstein aus Baumberger Sandstein wird um 1500 datiert. Das Becken wird getragen von acht Pfeilern, deren Nischen leer sind. Es zeigt an seinen acht Seiten jeweils ein Figurenpaar: Christus und Maria, die Zwölf Apostel – darunter Jakobus der Ältere – sowie Georg und Antonius. Die verzinnte Taufschale trägt die Symbole Kreuz, Taube und zwei Fische. Der Messingdeckel von 1959 zeigt die vier Paradiesströme, vier emaillierte Engel sowie einen Fisch als Griff. Der Taufstein befindet sich unter einem der drei alten Schluss-steine im Gewölbe, der den heiligen Georg zeigt. Im Chorgewölbe findet sich Christus mit Kreuzesnimbus, im nördlichen Querschiffgewölbe St. Katharina mit dem Rad. Das Gewölbesegment über dem Taufstein zeigt das Weltgericht, im zweiten Joch findet sich der Sündenfall. Beide Abbildungen stammen aus dem Übergang der Gotik zur Renaissance um 1520.

 

4  Orgelempore

Die erste Orgel stammte aus der Zeit noch vor der Reformation. Vermutlich um 1661 entstand der große Barockprospekt. Eine zweite Orgel wurde 1725 von einem Schnitgerschüler erbaut, eine dritte 1907/08. Die aktuelle Orgel der Firma Kemper von 1958/60 wurde 2011 restauriert. Das Rückpositiv ist ein Geschenk der Stadt Lünen aus dem Jubiläumsjahr 1960. Insgesamt hat die Orgel 32 Register mit 2290 Pfeifen, verteit auf vier selbständige Werke. Der westliche Grundbestand der Empore geht auf das Jahr 1607 zurück. Erst 1881 wurde die Orgel von der Nordwand auf ihren heutigen Platz an der Westwand versetzt.

 

5  Nordtür: St. Georg

Die Holzskulptur über dem nördlichen Windfang ist neben Altarbild, Tauf- und Schlussstein die vierte Darstellung des Drachenkämpfers und Namensgebers der Kirche. Sie ist ein Werk des polnischen Schnitzkünstlers Eugeniusz Zegadlo. Er hatte zwei Ausstellungen in der Stadtkirche, zuletzt 2005. Traditionell finden sich Darstellungen des Kampfes mit Chaos- und Todesmächten an der Nordseite von Kirchen.

 

6  Südtür: Meditationsecke

Bei der Innensanierung Mitte der 90er-Jahre wurden die Bänke nicht nur in den Seitenschiffen, sondern auch im vorderen Joch beidseitig des Taufsteins entfernt. Sie stehen heute in der Kirche in Wolfshagen/Uckermark als Dauerleihgabe. So entstand freier Raum für eine Gebets- und Meditationsecke. Sie ist ausgestattet mit einem Leuchter in Gestalt einer Weltkugel, einem Gebetsanliegenbuch, einer Bibelauswahl und Sitzgelegenheiten. Zum Hauptschiff wird sie begrenzt durch ein Orgelpositiv. Der Windfang der Südtür trägt eine zweite Skulptur von Zegadlo: die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten.

 

 

7  Turmraum

Seit der Innensanierung ist der Turmraum zu einem Ort der Begegnung und Information geworden. Die kreiskirchliche Info- und Servicestelle KIEZ ist dort ebenso untergebracht wie ein kleiner Eine-Welt-Laden und in den warmen Monaten der Ausschank des Cafés am Turm. Zuvor war der Raum mit der „Grablegung“ nach Caravaggio und den Ehrentafeln der Weltkriege ein Ort des Totengedenkens, durch den man die Kirche betrat. Heute werden die Eintretenden durch ein Tafelbild des Dortmunder Malers Dieter Horsthemke begrüßt. Es konnte nach einer Ausstellung des Künstlers erworben werden, die 2003 in der Stadtkirche stattfand.

 

 

8  Sakristei

Die heutige Sakristei wurde 1905 im Rahmen einer großen Renovierung der Kirche errichtet. Gemeinsam mit einem Heizungskeller ersetzt sie den kleineren Vorgängerbau am selben Ort. Genutzt wird sie mit ihrem Seitenaltar und dem großen Eichentisch zur Vorbereitung des Gottesdienstes ebenso wie für Gespräche und kleinere Gruppentreffen.

 

 

 Die Fotos auf dieser Seite stammen von Roland Rossner.  

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