Herzensgebet

Die längste Reise ist die Reise nach innen. (Dag Hammarskjöld)

Seit einiger Zeit treffen sich Menschen in der Ev. Stadtkirche, um das Herzensgebet zu pflegen – drei Mal im Monat mittwochs um 8 Uhr zur Frühschicht mit anschließendem Frühstück und ein Mal im Monat donnerstags von 17.30 – 19.30 Uhr zur Spätschicht.

Was ist das Herzensgebet?

Das Herzensgebet ist eine christliche Weise zu beten, die auf die Wüstenmütter und –väter zurückgeht. Im späten 3. Jahrhundert zogen sie sich in die Wüsten Libyens, Ägyptens und Syriens zurück, um dort ein Gott wohlgefälliges Leben. Sie verrichteten einfache Arbeiten und beteten,  indem sie ein Bibelwort oder den Namen „Jesus“ wie ein Mantra sprachen oder murmelten. Ihr Ziel war es, inneren Frieden zu finden.

Diese Tradition ist in der orthodoxen Kirche bewahrt und weiterentwickelt worden und in der Westkirche wieder entdeckt worden.

Das Herzensgebet geschieht in dem Vertrauen, das Gott mich in den Menschen verwandelt und umgestaltet, den er mit mir gemeint hat. Ursprünglich ist jeder Mensch ein Bild Gottes. Dieses Bild ist jedoch durch die Sünde verschattet. Im Herzensgebet hält sich der Mensch Gott hin, auf dass dieser den ursprünglichen Zustand wieder herstelle. So begegne ich im Gebet dem Geheimnis Gottes und darin mir selbst.

Getragen ist es von der Hoffnung, dass ich mich selbst und die Menschen um mich herum wohlwollender wahrnehme und so Frieden in die Welt trage und alle Personen und Dinge um mich durchlässig für Gott werden.

Wie gestaltet sich das Herzensgebet in unserer Gemeinde konkret?

Wir pflegen die Tradition des Herzensgebets in unserer Gemeinde so, dass wir uns im Altarraum im Kreis versammeln. Wir sitzen entweder auf Meditationsbänken oder auf Stühlen und bereiten uns in fünf Schritten auf das Herzensgebet vor:

  • Wir gründen uns, indem wir alles Gewicht an den Boden abgeben (1),
  • Sitzen aufrecht, aufgerichtet zum Himmel (2),
  • Nehmen unseren Atem wahr (3).
  • Wir nehmen uns wahr in unserer Leibmitte (4),
  • Vertrauen uns der Gegenwart Gottes an und sprechen innerlich jeder unser Herzenswort (5).

Dann sitzen wir in der Stille.

Frühschicht – Morgengebet und Frühstück

Zur Frühschicht schließen sich an das Sitzen in der Stille Psalmgebet, Lied, Vater unser und Segen an.

Mittwochs 8 Uhr – Stadtkirche St.Georg
Ab wöchentlich (außer in den Wochen der Spätschicht)

Spätschicht– Abendgebet, Körperwahrnehmung und Betrachten biblischer Texte

Zur Spätschicht üben wir in einem Wechsel von Leibarbeit, Achtsamkeit für den Atem und Sitzen in der Stille einschließlich einer Betrachtung eines biblischen Textes.

Donnerstags 17.30 – 19.30 Uhr – Stadtkirche St.Georg
Monatlich

Wer kann beim Herzensgebet mitmachen?

Mitmachen können alle. Was das Herzensgebet ist, erfahre ich dadurch, dass ich es übe. Wer es kennen lernen möchte, kann zur Früh- oder Spätschicht kommen oder sich an Pfarrerin Anja Bunkus (Meditationsanleiterin nach Via Cordis) oder Pfarrer Udo Kytzia (Geistlicher Begleiter) wenden. Für Fragen stehen sie gerne zur Verfügung.

Welche Rolle spielt das Herzensgebet im Alltag?

Das Herzensgebet wird auch im Alltag geübt – als freie Praxis, wenn wir leichten Arbeiten nachgehen, erzwungene Pausen haben, wie. z.B. an der Ampel oder in einer Warteschlange, oder beim Sport, und als feste Praxis, wenn wir uns ins unserem Tagesablauf Zeit für das regelmäßige Sitzen in der Stille reservieren.

So werden wir immer wieder darin erinnert, dass wir in Gottes Gegenwart geborgen sind.

Gemeindebüro

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von 9 - 13 Uhr
Donnerstag von 13 - 17 Uhr

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Tel. 02306 / 1730

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Gemeindesekretärin Friedhofsverwaltung

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