Herzensgebet

Erfahrungen der Stille im März 2020

»Im Stillesein liegt eine wunderbare Macht der Klärung, der Reinigung, der Sammlung auf das Wesentliche«, so beschreibt der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer seine Erfahrung der Stille.

Im März lädt die Stadtkirche als freier Raum auf besondere Weise ein, Erfahrungen der Stille zu machen und darin Gottes Gegenwart zu spüren.

Sie können in der Kirche umherwandeln, verweilen an Orten, zu denen es Sie hinzieht, sich vor die Ikone setzen und sie betrachten, sich auf einen Liegestuhl oder eine Meditationsmatte legen, um eine andere Perspektive einzunehmen und den Blick in den Raum über Ihnen schweifen lassen.

In einer Gottesdienstreihe lassen wir der wunderbaren Macht der Stille Raum. Beim Treffpunkt Meditation können Sie das innere Gebet in der alten christlichen Tradition des Herzensgebets kennenlernen und sich darin üben. Im Sitzen auf einem Stuhl oder Meditationsbänkchen richten wir uns auf den Augenblick aus, bergen uns in der Stille, nehmen wir uns selbst wahr und öffnen uns für die Gegenwart Gottes. Atem und Körperübungen im Liegen oder Stehen bereiten darauf vor.

Herzlich eingeladen sind alle, die das Herzensgebet und die christliche Meditation kennen lernen und vertiefen möchten.

Treffpunkt Meditation

mittwochs 4., 11., 18. & 25. März,
von 18:00 bis 19:30 Uhr
Wer am Treffpunkt Meditation teilnehmen möchte, nehme bitte mit Pfr. Udo Kytzia oder Pfr‘in Anja Bunkus Kontakt auf.

Gottesdienstreihe

»Erfahrungen der Stille«
sonntags 8., 15., & 22. März 2020, 11:00 Uhr

Stadtkirche St. Georg

 

Die längste Reise ist die Reise nach innen. (Dag Hammarskjöld)

Seit einiger Zeit treffen sich Menschen in der Ev. Stadtkirche, um das Herzensgebet zu pflegen.

Frühschicht – Morgengebet und Frühstück

Zur Frühschicht schließen sich an das Sitzen in der Stille Psalmgebet, Lied, Vater unser und Segen an.

Wann?

Mittwochs 8 Uhr bis 18.12.2019

Wo?

Stadtkirche St.Georg

Was ist das Herzensgebet?

Das Herzensgebet ist eine christliche Weise zu beten, die auf die Wüstenmütter und –väter zurückgeht. Im späten 3. Jahrhundert zogen sie sich in die Wüsten Libyens, Ägyptens und Syriens zurück, um dort ein Gott wohlgefälliges Leben. Sie verrichteten einfache Arbeiten und beteten,  indem sie ein Bibelwort oder den Namen „Jesus“ wie ein Mantra sprachen oder murmelten. Ihr Ziel war es, inneren Frieden zu finden.

Diese Tradition ist in der orthodoxen Kirche bewahrt und weiterentwickelt worden und in der Westkirche wieder entdeckt worden.

Das Herzensgebet geschieht in dem Vertrauen, das Gott mich in den Menschen verwandelt und umgestaltet, den er mit mir gemeint hat. Ursprünglich ist jeder Mensch ein Bild Gottes. Dieses Bild ist jedoch durch die Sünde verschattet. Im Herzensgebet hält sich der Mensch Gott hin, auf dass dieser den ursprünglichen Zustand wieder herstelle. So begegne ich im Gebet dem Geheimnis Gottes und darin mir selbst.

Getragen ist es von der Hoffnung, dass ich mich selbst und die Menschen um mich herum wohlwollender wahrnehme und so Frieden in die Welt trage und alle Personen und Dinge um mich durchlässig für Gott werden.

Wie gestaltet sich das Herzensgebet in unserer Gemeinde konkret?

Wir pflegen die Tradition des Herzensgebets in unserer Gemeinde so, dass wir uns im Altarraum im Kreis versammeln. Wir sitzen entweder auf Meditationsbänken oder auf Stühlen und bereiten uns in fünf Schritten auf das Herzensgebet vor:

  • Wir gründen uns, indem wir alles Gewicht an den Boden abgeben (1),
  • Sitzen aufrecht, aufgerichtet zum Himmel (2),
  • Nehmen unseren Atem wahr (3).
  • Wir nehmen uns wahr in unserer Leibmitte (4),
  • Vertrauen uns der Gegenwart Gottes an und sprechen innerlich jeder unser Herzenswort (5).

Dann sitzen wir in der Stille.

Wer kann beim Herzensgebet mitmachen?

Mitmachen können alle. Was das Herzensgebet ist, erfahre ich dadurch, dass ich es übe. Wer es kennen lernen möchte, kann zur Früh- oder Spätschicht kommen oder sich an Pfarrerin Anja Bunkus (Meditationsanleiterin nach Via Cordis) oder Pfarrer Udo Kytzia (Geistlicher Begleiter) wenden. Für Fragen stehen sie gerne zur Verfügung.

Welche Rolle spielt das Herzensgebet im Alltag?

Das Herzensgebet wird auch im Alltag geübt – als freie Praxis, wenn wir leichten Arbeiten nachgehen, erzwungene Pausen haben, wie. z.B. an der Ampel oder in einer Warteschlange, oder beim Sport, und als feste Praxis, wenn wir uns ins unserem Tagesablauf Zeit für das regelmäßige Sitzen in der Stille reservieren.

So werden wir immer wieder darin erinnert, dass wir in Gottes Gegenwart geborgen sind.

Gemeindebüro

Montag, Dienstag und Freitag
von 9 - 13 Uhr
Donnerstag von 13 - 17 Uhr

In der Zeit vom 23.12.-03.01. ist das Gemeindebüro geschlossen.

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Gemeindesekretärin

Tel. 02306 / 1730

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