Gründonnerstag, 09. April 2020

Gottesdienst am Gründonnerstag, 09.04.2020
Pfarrer Rüdiger Holthoff

Hier finden Sie ein kurze Anleitung mit Anregungen zur Vorbereitung auf den Gottesdienst.

Ablauf des Gottesdienstes zu Hause

Wenn Sie mögen, können Sie eine Kerze anzünden.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Stille

Gebet

Gott, wir sind da.
Und Du auch.
Wir sind verbunden mit dir,
und mit anderen, die zu dir beten.

Heute, am Gründonnerstag, erinnern wir uns daran, wie Jesus ins Leid gegangen ist. „Ich bin immer bei euch in Brot und Wein“, hat er damals zu seinen Jüngern gesagt, in der Nacht, da er verraten wurde.
Die Jünger waren Menschen wie wir: Mit Fehlern und Schwächen, Ecken und Kanten. Sie waren keine Glaubenshelden, so wie wir es auch nicht sind. Sondern sie waren ängstlich und feige, sie haben andere angelogen und Jesus verleugnet. Sie sind weggelaufen, als es darauf ankam. Und trotzdem durften sie das Abendmahl feiern und sich von seinem Zuspruch trösten lassen.

Gott, all das gibt uns den Mut, zu dir zu kommen trotz all unserer Fehler und Schwächen.
Du weißt, wieviel Trost wir gerade brauchen.
Wir sind hier mit allem, was uns gerade bewegt und beunruhigt.
Wir bitten dich: Lass uns jetzt zur Ruhe kommen.
Alles, was uns belastet, geben wir jetzt in deine Hand.
Danke, dass du für uns da bist. Amen.

Psalm 36

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,
und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Amen.

Lesung: Markus 14, 17.26

Als es Abend geworden war, kam Jesus mit den Zwölf.
Während sie bei Tisch waren und aßen, erklärte er: »Ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten – einer, der hier mit mir isst.«
Die Jünger waren bestürzt, und einer nach dem anderen fragte ihn: »Doch nicht etwa ich?« –
»Es ist einer von euch zwölf«, erwiderte er, »einer, der mit mir das Brot in die Schüssel taucht.
Der Menschensohn geht zwar den Weg, der ihm in der Schrift vorausgesagt ist; doch wehe dem Menschen, durch den er verraten wird! Für diesen Menschen wäre es besser, er wäre nie geboren worden.«
Im weiteren Verlauf des Essens nahm Jesus Brot, dankte Gott dafür, brach es in Stücke und gab es den Jüngern mit den Worten: »Nehmt, das ist mein Leib.«
Dann nahm er einen Becher ´mit Wein`, sprach ein Dankgebet, gab ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus.
Er sagte zu ihnen: »Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
Ich sage euch: Ich werde nicht mehr vom Saft der Reben trinken bis zu dem Tag, an dem ich den neuen Wein trinken werde im Reich Gottes.«
Nachdem sie dann ein Loblied gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

Wer mag, liest jetzt die Lesepredigt

Lied: EG 171 Bewahre uns Gott, behüte uns Gott

Fürbitt- Gebet

Du Gott des Lebens,

du suchst uns auf in jedem Winkel, in dem wir uns verloren haben. Du lädst uns ein, deine Gäste zu sein, ob wir nun reines Herzens sind oder beladen mit Schuld; du lädst uns ein in deine Nachfolge und nimmst unsere Lasten auf dich.

Wir bitten dich: Schenke uns die Hoffnung, dass wir selbst in der Dunkelheit dein Licht erleben dürfen. Lass uns dieses Licht zu denen tragen, die deine Hoffnung nicht mehr spüren: Zu den Einsamen, den Kranken, den Sterbenden, den Gefangenen.

Wir bitten dich für alle, die sich fürchten in diesen Tagen: Vor Ansteckung, vor wirtschaftlicher Not und Arbeitslosigkeit, vor dem Fall ins Bodenlose: Sei du bei ihnen und stärke sie.

Wir bitten dich für die Menschen, deren Einsamkeit durch die Krisenmaßnahmen noch verstärkt wird: schenke ihnen Menschen, die ihnen dennoch Nähe zeigen.

Wir bitten dich auch für die, die sich für andere einsetzen, die schwer arbeiten, um andere zu pflegen. Für alle, die retten und heilen. Aber auch für die Menschen in der Regierung, die so viele schwere Entscheidungen treffen müssen. Nimm dich ihrer an.

Wir denken an all die Menschen, um die wir uns Sorgen machen, und vertrauen sie dir an.

Persönliche Fürbitten in der Stille

Rüste uns mit deiner grenzenlosen Liebe. Zeige uns deine Maßstäbe zu handeln und lass uns verschenken, was wir von dir empfangen haben. Stärke uns mit der Gewissheit, dass wir durch dich Leben haben, und andere Menschen auch – dass wir alle deine Geschöpfe sind, die es zu bewahren gilt. Amen.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen

Gott segne uns und behüte uns
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns seinen Frieden.

Amen.

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