Judika, 21.03.2021

Ein Gottesdienst zu Hause und mit allen – durch den Geist verbunden

Finden Sie einen Ort in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus, wo Sie gerne Gottesdienst feiern. Es sollte ein Ort sein, an dem Sie (und Ihre Mitbewohner/innen) möglichst ungestört sind und sich wohl fühlen. Richten Sie diesen Ort liebevoll her, so dass für alle eine Sitzgelegenheit zur Verfügung steht.
Stellen Sie eine Kerze auf, so dass sie für alle, die mitfeiern, sichtbar ist. Wenn Sie alleine feiern, lesen Sie sich die Worte vor oder schauen Sie sich das Video an.
Wenn Sie zu mehreren sind, können Sie den Psalm auch im Wechsel in zwei Gruppen lesen und die verschiedenen Texte unter sich aufteilen.
Das vorgeschlagene Lied können Sie auch sprechen, wenn Sie es nicht singen möchten.

Versammeln Sie sich nach Möglichkeit einige Minuten, bevor Sie den Gottesdienst feiern, und halten Sie eine kleine Zeit der Stille.

Kerze anzünden

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Die Kollekte an diesem Sonntag ist bestimmt für die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen und die Evangelische Frauenarbeit in Westfalen

Die Evangelische Kirche von Westfalen bietet unter www.kollekte-online.de eine Online-Kollekte an. Einfach und schnell kann hier über verschiedene sichere Bezahlwege der eigene Kollektenbeitrag gegeben werden.

Wer in herkömmlicher Weise per Überweisungsträger oder eigenem Homebanking überweisen will, kann dies mit folgenden Angaben tun:

Empfänger: Ev. Kirche von Westfalen
IBAN: DE05 3506 0190 2000 0430 12
Verwendungszweck: Kollekte vom + Datumsangabe

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Gottesdienst zum Frühlingsbeginn 20./21.03.2020 Lünen

Heute mit  Richard Zastrow, Silke Salamon (Lesung), Esther van Hal
Musik: Jutta Timpe, Christoph Steiner (Gitarre), Michael Rothkegel (Violine)

 

Die Lieder stammen aus dem Liederbuch „Freitöne“ (FT) – dem Liederbuch zum Reformationsommer 2017.

 

Musik

Wir feiern diesen Gottesdienst: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herren,
der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Begrüßung

Liebe Gottesdienstbesucher,
an diesem Wochenende feiern wir den Frühlingsbeginn.
Es ist winterliches Wetter und wir lassen uns tragen von dem hoffnungsvollen Bild einer Tulpenzwiebel.

 

Psalm  139 (EG 759)

Herr, du durchschaust mich, du kennst mich bis auf den Grund.2 Ob ich sitze oder stehe, du weißt es, du kennst meine Pläne von ferne. 3 Ob ich tätig bin oder ausruhe, du siehst mich; jeder Schritt, den ich mache, ist dir bekannt. 4 Noch ehe ein Wort auf meine Zunge kommt, hast du, Herr, es schon gehört. 5 Von allen Seiten umgibst du mich, ich bin ganz in deiner Hand. 6 Dass du mich so durch und durch kennst, das übersteigt meinen Verstand; es ist mir zu hoch, ich kann es nicht fassen.

Du hast mich geschaffen mit Leib und Geist, mich zusammengefügt im Schoß meiner Mutter. 14 Dafür danke ich dir, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. An mir selber erkenne ich: Alle deine Taten sind Wunder! 15 Ich war dir nicht verborgen, als ich im Dunkeln Gestalt annahm, tief unten im Mutterschoß der Erde. 16 Du sahst mich schon fertig, als ich noch ungeformt war. Im Voraus hast du alles aufgeschrieben; jeder meiner Tage war schon vorgezeichnet, noch ehe der erste begann.

17 Wie rätselhaft sind mir deine Gedanken, Gott, und wie unermesslich ist ihre Fülle! 18 Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer. Nächtelang denke ich über dich nach und komme an kein Ende.

Durchforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz, prüfe meine Wünsche und Gedanken! 24 Und wenn ich in Gefahr bin, mich von dir zu entfernen, dann bring mich zurück auf den Weg zu dir!

 

Frühlings-Gebet

Geliebter Schöpfer in mir und in allem, ich rufe dich um dir zu danken. Wie herrlich und warm ist dein Licht an dem Frühlingstag, an dem alles erwacht, was den Winter über schlief. Danke, dass ich gesund bin und vieles von deinem Grossartigen wahrnehmen kann und darf.
Ich freue mich über die ersten Gräser und Blumen, über die Blüten an den Bäumen und Sträuchern. Nach der langen Kälte kommt mir das erste Grün wie eine Wiedergeburt vor. Das wärmende, lebensspendende Licht der Sonne erweckt nun alles zum Leben.
Auch mein Herz erlebt durch dieses neue Wunder tiefe Freude. Ich rieche den immer intensiver werdenden Duft der Erde, der Blumen und Blüten.
Ich nehme den Duft des Wassers im Bach und im See wahr und das Leben.
Ich danke dir für das Leben der Tiere in der Luft, die sich nun wieder am wärmenden Licht erfreuen. Ich höre das Lachen und Rufen der Kinder,
die nun wieder draußen im Kindergarten und auf den Schulhöfen spielen und sich über den Frühling freuen.
Du Schöpfer des Lichts, ich danke für das neue Leben der erwachten Natur. Ich bin ein Teil davon, auch meine Lebensgeister erwachen. Doch den ewigen Frühling und das anhaltende Glücksgefühl in meinem Herzen erhalte ich nur durch dich, Urquelle allen Seins.
Amen.

 

Lied                 FT 61   Vergiß es nie

1.) Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee,
und dass du atmest, kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie: Dass du lebst, war eines anderen Idee,
und dass du atmest, sein Geschenk an dich.

Ref.: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur,
ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur,
du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu!
Du bist du, das ist der Clou, ja der Clou, ja, du bist du!

2.) Vergiss es nie: Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du,
und niemand lächelt, so wie du’s grad tust.
Vergiss es nie: Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du,
und niemand hat je, was du weißt, gewusst!

Ref.: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur,
ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur,
du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu!
Du bist du, das ist der Clou, ja der Clou, ja, du bist du!

3.) Vergiss es nie: Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt,
und solche Augen hast alleine du.
Vergiss es nie: Du bist reich, egal ob mit ob ohne Geld,
denn du kannst leben! Niemand lebt wie du.

Ref.: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur,
ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur,
du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu!
Du bist du, das ist der Clou, ja der Clou, ja, du bist du!

 

Impuls            Die Tulpe im Winter

Haben sie das auch gesehen? An allen Ecken und Enden fängt das Leben an zu sprießen. Der Boden sieht an vielen Stellen noch winterlich aus. Kalt, nass und lebensunfreundlich. Und vielen Stellen fängt das Gras wieder an zu wachsen, Tulpen, Krokusse, Hyazinthen und Osterglocken kommen aus dem Boden und kündigen den Frühling an, das Erwachen des Lebens. Auch die Kirschbäume fangen an zu blühen.

Ich habe in unserem Garten ein schönes Bild gefunden: Auf dem Komposthaufen wachsen Krokusse. Und sie blühen in gelb und lila.

Sie sind im letzten Jahr bei der großzügigen Beet-Reinigung anscheinend im Kompost gelandet und haben hier einen guten Ort gefunden, wo sie von neuem blühen können.

Ich finde das hat viel mit unserer jetzigen Situation unter Corona zu tun. Das Leben wirkte im Winter wie lahmgelegt, lebensunfreundlich und kalt. So als ob das Leben zugeschüttet wurde. Aber das Leben geht weiter. Es lässt sich nicht aufhalten. Das Leben findet einen Weg.

Das Leben findet einen Weg wie die alte zwiebeln wieder neu beginnen kann zu blühen und zu einer Blume werden. Manchmal können wir das an Orten entdecken, wo wir es gar nicht vermutet hätten.

So wie auf dem Kompost. Ein Ort an dem die Arbeit des letzten Jahres ruht. Gott will, dass das Leben weitergeht. Es ist ein Wunder. Wir erleben es in jedem Jahr und in vielen Lebensgeschichten.

Da, wo andere Hoffnung aufgeben und viel Mühe Beiseitelegen, kann es manchmal geschehen, dass Leben weiterwächst.

Gottes Liebe und das Leben lässt sich nicht einschüchtern oder einengen, sondern wächst. Sie bringt jedes Jahr neue Frucht. So wie die Blumenzwiebel. Das zu feiern, den Frühling zu genießen und darauf zu hoffen, auch bei gefühlten 0 Grad und Winterwetter, das ist der Sinn eines Frühlingsmarktes!

Vielleicht ist so, dass noch einmal ein Wintereinbruch kommt – Wir weiterhin warme Socke und dicke Jacken tragen müssen. Und vielleicht es so, dass Corona wie ein Wintereinbruch, das Leben für eine kurze nochmal einschränkt und wir weiterhin Masken tragen und Abstand halten müssen.

Aber wir wissen, dass der Frühling kommt. Dass wir bald wieder lebendiger sein können und einen guten Umgang mit Corona finden werden. Da bin ich ziemlich hoffnungsvoll!

Dass Gottes Liebe und Hoffnung unser Leben und diese Kirchengemeinde durchströmt und ungeahnte Blumen wachsen lässt, dazu gebe Gott uns seinen Segen. Amen

 

Lied     FT 40 Aus der Zwiebel wird die Blume

Aus der Zwiebel wird die Blume, aus dem Samenkorn ein Baum;

in Kokons versteckte Hoffnung: Schmetterlinge frei im Raum.
Und im Schnee und Eis des Winters träumt der Frühling seinen Traum,
unentdeckt, bis seine Zeit kommt;
Gott allein gibt ihm Raum.

In der Stille wacht ein Lied auf, sucht nach Wort und Melodie;
Nacht und Dunkel weicht dem Morgen; hoffnungsvolle Harmonie.
Aus dem Gestern fließt die Zukunft; was sie bringt, ist jetzt Vision; unentdeckt, bis ihre Zeit kommt; Gott allein kennt sie schon.

Unser Ende ist ein Anfang; unsre Zeit birgt Ewigkeit.
Aus dem Zweifel steigt der Glaube, aus dem Staub Unsterblichkeit. Aus dem Tod folgt Auferstehung und das Ende ist Gewinn, unentdeckt, bis seine Zeit kommt; Gott allein kennt den Sinn.

 

Fürbitten

Wir wollen gemeinsam mit und füreinander beten:

Gott, Wir danken dir für den Frühling, das chaotische Wetter, das wunder des Lebens.

Wir bitten Dich für all die Menschen, die zurzeit krank sind, dass sie wieder gesund werden und gesund bleiben

Wir bitten dich für alle die heute unterwegs sind, dass du sie auf ihrem Weg beschützt und heil ankommen lässt.

Wir danken für die Freude am Leben. Für den Jahreslauf. Hilf uns immer wieder Zeit zu finden, das Leben zu feiern und zu genießen. Hilf uns aus unseren Hamsterrädern auszusteigen und deine Schöpfung zu bewahren und zu genießen.

Gott, wenn uns der Mut und die Hoffnung verlassen, sei da um uns zu stärken und zu halten. Lass uns den Weg zu Dir finden. Und ein zuversichtliches Leben führen.

Was uns auf dem Herzen liegt, geben wir in Deine Hände!

 

Vaterunser

Gemeinsam beten wir: Vater unser im Himmel, Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Lied     FT 15 Und ein neuer Morgen

Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt, auf steinigem Grund wachse in mir, sei keimender Same, sei sicherer Ort, treib Knospen und blühe in mir.

Ref: Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde an in einem neuen Tag, blühe in mir.

Herr, du bist die Güte, wo Liebe zerbricht, in kalter Zeit, atme in mir sei zündender Funke, sei wärmendes Licht, sei Flamme und brenne in mir.

Ref: Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde an in einem neuen Tag, brenne in mir.

Herr, du bist die Freude, wo Lachen erstickt, in dunkler Welt, lebe in mir, sei froher Gedanke, sei tröstender Blick, sei Stimme und singe in mir.

Ref: Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde an in einem neuen Tag, singe in mir.

 

Segen

Der Herr segne und behüte Dich,

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über Dir und sei Dir gnädig,

Der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden!

Musik

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